Produzenten von audiovisuellen Werken

Da die SSA die Senderechte, weitere Rechte der öffentlichen Wiedergabe sowie die Vervielfältigungs- und Zurverfügungstellungsrechte ihrer Mitglieder wahrnimmt, muss ein Vertrag zwischen einem Mitglied und einem Produzenten eine Vorbehaltsklausel bezüglich dieser Rechte enthalten. Die SSA empfiehlt, dafür die von ihr zur Verfügung gestellten Musterverträge zu benutzen. Dadurch ist gewährleistet, dass alle notwendigen Rechte erworben werden, die statutarischen Rechte und Pflichten des Urhebers/der Urheberin gegenüber der SSA respektiert werden und ein korrektes Abrechnungssystem angewendet wird.

Lässt ein Produzent ein Werk durch Dritte auswerten, muss die Vorbehaltsklausel auf diesen Vertrag übertragen werden.

Verträge mit Fernsehanstalten bestimmter Länder (s. Musterverträge) müssen Klauseln enthalten, die besagen:

  • dass der Urheber/die Urheberin des Werks Mitglied einer Verwertungsgesellschaft ist;
  • dass die Verwertungsgesellschaft für die Wahrnehmung der Senderechte eingeschaltet wird;
  • dass die Entschädigung des Urhebers/der Urheberin nicht im Verkaufspreis des Werks eingeschlossen ist.

Entsprechende Dispositionen sind in Verträgen mit Koproduzierenden vorzusehen.

Auch bei Vervielfältigungen (DVD, Blu-ray) und Zurverfügungstellung (Video on Demand etc.) ist eine Bewilligung der SSA nötig.